Motivationsschreiben schreiben: In 7 Schritten zum fertigen Brief
Motivationsschreiben schreiben in 7 Schritten, mit Beispielbrief und Checkliste. Zugeschnittene Schreiben bringen 53% mehr Rückmeldungen als keines.
EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig angeben: Programme nach Beruf, Niveaus, KI-Tools, Zertifikate. 13% der CVs in unserer Auswertung nennen gar keine.
Welche Programme gehören in deinen Lebenslauf, und wie zeigst du, wie gut du sie beherrschst? Dieser Beitrag zeigt dir die passenden EDV-Kenntnisse für deinen Beruf, eine klare Einteilung in Niveaus, wie du KI-Tools angibst und welche Zertifikate zählen. Mit Musterabschnitten und Zahlen aus dem Future of Jobs Report des WEF.
Technologische Fähigkeiten wachsen schneller an Bedeutung als alle anderen: Laut Future of Jobs Report des WEF (2025) führen KI und Big Data die Liste der am stärksten wachsenden Fähigkeiten an, gefolgt von Netzwerken und Cybersicherheit sowie Technologieverständnis. Und was steht in vielen Lebensläufen? "Gute PC-Kenntnisse".
Das reicht nicht mehr. In unserer Auswertung von 340 Lebensläufen fehlte bei 13% der Abschnitt zu Kenntnissen sogar ganz. Dabei genügen meist fünf, sechs konkrete Programme mit Niveau, um zu zeigen, dass du im digitalen Arbeitsalltag zurechtkommst.
In den Lebenslauf gehören die Programme, die du für die Stelle brauchst, und die du sicher beherrschst. Allgemeine Office-Kenntnisse setzen die meisten Arbeitgeber voraus. Wichtiger sind die berufsspezifischen Programme. Fehlen sie ganz, fällt das auf: In unserer Auswertung von 340 Lebensläufen hatten 13% überhaupt keine Kenntnisse aufgeführt.
| Berufsfeld | Typische EDV-Kenntnisse |
|---|---|
| Kaufmännisch, Treuhand | Abacus, Bexio, SAP FI/CO, Excel mit Pivot und SVERWEIS, Banana |
| Verwaltung | Microsoft 365, Fachapplikationen der Gemeinde oder des Kantons, Geschäftsverwaltung (GEVER) |
| Gesundheit, Pflege | Klinikinformationssystem, elektronische Pflegedokumentation, elektronisches Patientendossier |
| Technik, Bau | AutoCAD, SolidWorks, Revit, ERP-Systeme |
| Detailhandel, Logistik | Kassensysteme, Warenwirtschaft, SAP MM, Scanner und Lagerverwaltung |
| Marketing | Adobe Creative Cloud, Figma, Google Analytics, HubSpot, Meta Business Suite |
| IT | Programmiersprachen, Cloud (Azure, AWS), Datenbanken, Versionierung mit Git |
Nicht jede Software braucht einen Platz. Wenn du für einen Job im Treuhand Abacus und Excel sehr gut beherrschst, sind das deine zwei wichtigsten Zeilen. Dass du E-Mails schreiben kannst, muss niemand lesen. Wie EDV-Kenntnisse mit Soft Skills und Fachwissen zusammenspielen, erklärt der Beitrag Fähigkeiten im Lebenslauf.
Mit drei klaren Stufen: Grundkenntnisse, gut und sehr gut. Für Programme gibt es keine offizielle Skala wie bei Sprachen, deshalb hilft eine konkrete Vorstellung pro Stufe. Wie wichtig Präzision ist, zeigt die Ladders-Studie (2018): Recruiter erfassen in den ersten 7,4 Sekunden vor allem Schlüsselbegriffe.
| Niveau | Was das bedeutet | Beispiel Excel |
|---|---|---|
| Grundkenntnisse | Du nutzt die wichtigsten Funktionen mit Anleitung | Tabellen erfassen, einfache Summen, Formatieren |
| Gut | Du arbeitest selbständig und regelmässig damit | Formeln wie SVERWEIS, Filter, Diagramme, einfache Pivot-Tabellen |
| Sehr gut | Du löst auch komplexe Aufgaben und hilfst anderen | Power Query, verschachtelte Formeln, Makros, Dashboards |
Ein einfacher Test: Würden dich Kolleginnen und Kollegen bei einem Problem mit dem Programm um Hilfe fragen? Dann ist "sehr gut" realistisch. Musst du selbst oft nachschauen, wie etwas geht, bleib bei "Grundkenntnisse". Ehrlich einstufen lohnt sich, denn viele Arbeitgeber testen EDV-Kenntnisse im Bewerbungsprozess.
Noch glaubwürdiger wird die Angabe mit der Anwendung in Klammern: "Excel (sehr gut, Power Query und Pivot)" sagt mehr als "Excel (Experte)". Begriffe wie "Experte" oder "Profi" vermeidest du besser, sie sind schwer überprüfbar.
Gruppiere die Programme in zwei, drei Kategorien und nenne pro Eintrag das Niveau. Kategorien wie "Office", "Fachsoftware" und "Weitere" machen den Abschnitt in Sekunden lesbar. Das zählt, denn Recruiter scannen laut Ladders (2018) vor allem klare Abschnitte und Schlüsselbegriffe.
Wo steht der Abschnitt? Meist unter "Kenntnisse" nach Berufserfahrung und Ausbildung, in zweispaltigen Vorlagen oft in der Seitenspalte. Sind bestimmte Programme die Kernanforderung, nennst du sie zusätzlich im Kurzprofil. Und verwende dieselben Namen wie im Inserat: Steht dort "Abacus", schreib nicht "Buchhaltungssoftware".
Ja, wenn du sie gezielt im Beruf einsetzt. Arbeitgeber erwarten diese Fähigkeit zunehmend: Laut WEF (2025) haben KI und Big Data als Kernkompetenz seit dem Bericht 2023 um 17 Prozentpunkte an Bedeutung gewonnen. Wichtig ist, dass du konkret zeigst, wofür du die Tools nutzt.
Und wenn du KI für deinen Lebenslauf nutzt? Das ist legitim, solange alle Angaben stimmen und der Text nach dir klingt. Was dabei hilft und wo die Grenzen liegen, erklärt der Beitrag Lebenslauf mit KI erstellen.
Zertifikate sind kein Muss, belegen aber dein Niveau. Besonders hilfreich sind sie bei Quereinsteigern, nach einer Pause oder wenn ein Programm im Inserat ausdrücklich verlangt wird. Gerade bei KI und Datenanalyse lohnt sich Weiterbildung: Laut WEF (2025) gehören diese Fähigkeiten zu den am stärksten wachsenden.
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Office | Microsoft-Zertifizierungen wie Microsoft Office Specialist, ICDL (früher ECDL) |
| ERP und Buchhaltung | SAP-Zertifizierungen, Anwenderkurse für Abacus oder Bexio |
| Cloud und IT | Microsoft Azure, AWS, Cisco |
| Kurse in der Schweiz | Digicomp, Klubschule Migros, Berufsfachschulen und Fachhochschulen |
Kein Zertifikat? Dann belegst du dein Niveau mit der Anwendung, etwa "Excel (sehr gut, täglich für Budget und Reporting)". Mehrtägige Kurse und Zertifikate führst du unter Weiterbildung auf, mehr dazu im Beitrag Ausbildung im Lebenslauf.
Weglassen kannst du alles, was selbstverständlich, veraltet oder nicht überprüfbar ist. Die Lücke liegt meist woanders: 13% der Lebensläufe in unserer Auswertung hatten gar keine Kenntnisse. Wer zu viel streicht, riskiert also mehr als wer ein, zwei Programme zu viel nennt. Trotzdem gilt: Lieber fünf starke Einträge als fünfzehn beliebige.
Geh deinen Abschnitt mit dieser Liste durch.
Inhalt:
Berufsspezifische Programme aufgeführt
Begriffe aus dem Inserat übernommen
KI-Tools nur mit konkretem Zweck
Nichts Veraltetes oder Selbstverständliches
Niveau:
Jedes Programm mit Grundkenntnisse, gut oder sehr gut
Anwendung in Klammern bei wichtigen Programmen
Realistisch und im Test belegbar
Form:
In zwei, drei Kategorien gruppiert
Keine Skill-Balken oder Sterne
Kernprogramme zusätzlich im Kurzprofil
EDV steht für elektronische Datenverarbeitung. Gemeint sind alle Kenntnisse im Umgang mit Computern und Software, von Office über Fachprogramme wie Abacus oder SAP bis zu Programmiersprachen. Im Lebenslauf werden EDV-Kenntnisse, IT-Kenntnisse und Computerkenntnisse meist gleichbedeutend verwendet.
Gruppiere die Programme in Kategorien wie Office und Fachsoftware und nenne pro Programm ein Niveau: Grundkenntnisse, gut oder sehr gut. Bei wichtigen Programmen hilft die Anwendung in Klammern. In einer Truast-Auswertung von 340 Lebensläufen hatten 13% gar keine Kenntnisse aufgeführt.
Meist nicht. Office-Grundkenntnisse setzen die meisten Arbeitgeber voraus. Werde konkret: "Excel (sehr gut, Pivot und Power Query)" zeigt mehr als "MS Office". Nenne Word, Excel oder PowerPoint einzeln, wenn sie für die Stelle wichtig sind, und ergänze die berufsspezifischen Programme.
Ja, wenn du es gezielt beruflich nutzt, mit Zweck: "ChatGPT für Textentwürfe und Recherche". Laut WEF Future of Jobs Report 2025 haben KI und Big Data als Kernkompetenz seit 2023 um 17 Prozentpunkte an Bedeutung gewonnen. Ein konkretes Ergebnis in der Berufserfahrung wirkt am stärksten.
Eine offizielle Skala wie bei Sprachen gibt es nicht. Bewährt haben sich drei Stufen: Grundkenntnisse für einfache Aufgaben mit Anleitung, gut für selbständiges Arbeiten und sehr gut für komplexe Aufgaben. Begriffe wie "Experte" vermeidest du besser, sie sind schwer überprüfbar.
EDV-Kenntnisse überzeugen, wenn sie konkret sind: Programme statt Oberbegriffe, ein klares Niveau pro Eintrag und die Software, die im Inserat steht. KI-Tools gehören dazu, wenn du zeigst, wofür du sie nutzt.
Unsere Auswertung von 340 Lebensläufen zeigt: Mehr als jeder zehnte lässt die Kenntnisse ganz weg. Schon fünf gut gewählte Zeilen machen hier den Unterschied.
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